KI Co-Creation

Urbane Transformation

Projektübersicht

Im Rahmen eines interaktiven Workshops zur klimafreundlichen Stadtgestaltung haben Jugendliche des Jugendzentrums Courage in Oberhausen die Auswirkungen des Klimawandels auf urbane Räume untersucht und eigene Ideen für eine nachhaltige Zukunft entwickelt. Ziel war es, die Jugendlichen für Themen wie Stadtplanung, Klimaanpassung und Resilienz gegenüber Hitze, Starkregen und Biodiversitätsverlust zu sensibilisieren und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, ihre Visionen kreativ zu visualisieren.

Durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz (Midjourney) konnten die Teilnehmenden ihre fotografierten Umgebungen in klimagerechte Utopien transformieren. Die entstandenen Bilder dienten als Diskussionsgrundlage, um Chancen, Herausforderungen und konkrete Handlungsoptionen sichtbar zu machen. Der Workshop zeigt exemplarisch, wie KI-gestützte Partizipation jungen Menschen ermöglicht, aktiv am Diskurs über die Zukunft unserer Städte mitzuwirken.

Schritt 1: Briefing zur klimagerechten Stadt

Die Jugendlichen erhielten eine Einführung in die Grundlagen einer klimaresilienten Stadtplanung. Anhand aktueller wissenschaftlicher Daten wurden Themen wie Hitzeinseln, Starkregenrisiken und Biodiversitätsverlust erklärt. Ergänzend lernten sie Methoden kennen, mit denen Städte widerstandsfähiger gestaltet werden können – z. B. durch Begrünung, Wasserflächen oder Schattenräume.

Schritt 2: Crash-Kurs Midjourney

Um ihre Ideen auch visuell umsetzen zu können, absolvierten die Jugendlichen einen kompakten Einführungskurs in Midjourney. Dabei wurden die Grundlagen des Prompt-Engineerings sowie erste Techniken vermittelt, um vorhandene Fotos kreativ in klimafreundliche Zukunftsbilder zu verwandeln.

Schritt 3: Brainstorming & Erkundung der Umgebung

Im Anschluss entwickelten die Jugendlichen in Gruppen erste Ideen zur klimafreundlichen Transformation ihrer direkten Umgebung. Ausgestattet mit einem klaren Briefing, erkundeten sie das Stadtviertel, dokumentierten problematische Orte und hielten diese durch Fotografien fest.

Schritt 4: Umsetzung der Fotos in visuelle Utopien mit Midjourney

Die aufgenommenen Fotos wurden in Midjourney zu utopischen Zukunftsbildern transformiert. Besonders im Fokus standen:

  • Schattenplätze und Bäume als Schutz vor Hitzeinseln,

  • Begrünte Fassaden und Pflanzen zur Förderung der Biodiversität und des Mikroklimas,

  • Wasserflächen und Spielmöglichkeiten für Abkühlung und Begegnung.

So entstanden visuell eindrucksvolle Entwürfe, die aufzeigten, wie bekannte Orte in klimagerechte Lebensräume verwandelt werden können.

Schritt 5: Diskussion über Ergebnisse, Möglichkeiten und Probleme

Abschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam diskutiert. Die Jugendlichen reflektierten nicht nur die Wirkung der KI-Bilder, sondern setzten sich auch kritisch mit der praktischen Umsetzung in der Stadtplanung auseinander. Themen wie politische Rahmenbedingungen, Finanzierung und gesellschaftliche Akzeptanz spielten dabei eine Rolle.

Fazit

KI als Schlüssel zu Partizipation.

Der Workshop in Oberhausen verdeutlicht, dass künstliche Intelligenz ein zentrales Werkzeug für die Beteiligung an klimarelevanten Stadtentwicklungsprozessen sein kann. Die Jugendlichen wurden befähigt, ohne Vorkenntnisse in Architektur oder Gestaltung ihre Ideen sichtbar zu machen und in den öffentlichen Diskurs einzubringen.

Die Kombination aus wissenschaftlich fundierten Informationen und KI-gestützten Visualisierungen macht es möglich, konkrete Visionen zu entwickeln, diese argumentativ zu untermauern und zur Diskussion zu stellen. So wird KI zu einem Kommunikationsinstrument, das:

  • Bewusstsein für den Klimawandel stärkt,

  • Partizipation in der Stadtplanung ermöglicht,

  • Resilienzstrategien für urbane Räume sichtbar macht,

  • und gesellschaftliche Debatten über die Zukunft unserer Städte befeuert.

Damit zeigt das Projekt, wie Bildung, Technologie und Nachhaltigkeit zusammenwirken können, um junge Menschen aktiv in die Gestaltung von klimafreundlichen, resilienten Städten einzubinden.